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Attribution

Attribution erklärt, wie Marketing- und Vertriebsmaßnahmen im B2B messbar bewertet werden und welchen Beitrag einzelne Touchpoints zum Geschäftserfolg leisten.

Was ist Attribution?

Attribution bezeichnet im Marketing die systematische Zuordnung von Erfolgen, Conversions oder Umsätzen zu einzelnen Marketing- und Vertriebsmaßnahmen entlang der Customer Journey. Ziel ist es, den tatsächlichen Beitrag einzelner Kanäle, Touchpoints und Kampagnen messbar und vergleichbar zu machen. Im B2B-Kontext bildet Attribution die Grundlage für datenbasierte Budget-, Kanal- und Strategieentscheidungen.

Wie funktioniert Attribution?

Attribution funktioniert durch die Erfassung, Verknüpfung und Auswertung von Interaktionsdaten über verschiedene Marketing- und Vertriebskanäle hinweg. Jeder relevante Kontaktpunkt, etwa eine E-Mail, eine digitale Anzeige, eine Website-Interaktion oder eine physische Direct Mail, wird zeitlich und inhaltlich erfasst. Diese Daten werden anschließend einem definierten Attributionsmodell zugeordnet, das festlegt, wie stark einzelne Touchpoints zum gewünschten Ergebnis beitragen.

In modernen MarTech-Stacks erfolgt Attribution kanalübergreifend und datengetrieben. Marketing-Automation-, CRM- und Analytics-Systeme bündeln Interaktionsdaten, gleichen sie mit Lead- und Account-Informationen ab und ordnen sie konkreten Kampagnen oder Maßnahmen zu. So entsteht ein nachvollziehbares Bild darüber, welche Aktivitäten Kaufentscheidungen beeinflussen und welche lediglich begleitend wirken.

Trigger, Daten oder Prozesse

Zentrale Auslöser für Attribution sind messbare Ereignisse wie Lead-Generierung, Angebotsanfragen, Vertragsabschlüsse oder Upselling-Aktivitäten. Die zugrunde liegenden Daten stammen aus digitalen Kanälen ebenso wie aus Offline-Maßnahmen, sofern diese technisch integrierbar sind. Entscheidend ist ein konsistenter Prozess zur Datenerfassung, -validierung und -bewertung über den gesamten Vertriebszyklus hinweg.

Typische B2B Use Cases

Attribution wird im B2B-Marketing häufig eingesetzt, um den Einfluss mehrstufiger Kampagnen auf lange Entscheidungsprozesse transparent zu machen. Unternehmen analysieren beispielsweise, welche Kombination aus Content, E-Mail-Nurturing, Events und Direct Mail letztlich zur Terminvereinbarung oder zum Vertragsabschluss geführt hat.

Ein weiterer Anwendungsfall ist die Bewertung von Account-basierten Marketingstrategien, bei denen mehrere Stakeholder eines Zielunternehmens über unterschiedliche Kanäle angesprochen werden. Attribution hilft hier, den Beitrag einzelner Maßnahmen auf Account-Ebene zu bewerten. Auch im Zusammenspiel von Marketing und Vertrieb dient Attribution dazu, Übergabepunkte, Timing und Wirksamkeit einzelner Aktivitäten objektiv zu beurteilen.

Vorteile von Attribution im B2B

Attribution schafft Transparenz über komplexe Customer Journeys und reduziert die Abhängigkeit von Annahmen oder Einzelmetriken. Unternehmen erhalten eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die Priorisierung von Kanälen, Budgets und Kampagnen. Gleichzeitig verbessert Attribution die Abstimmung zwischen Marketing und Vertrieb, da Erfolge nachvollziehbar und messbar zugeordnet werden können.

Operativ ermöglicht Attribution eine kontinuierliche Optimierung von Maßnahmen entlang des gesamten Funnels. Strategisch unterstützt sie eine nachhaltige Ressourcenallokation und steigert die Effizienz von Marketing- und Vertriebsinvestitionen.

Attribution vs. verwandte Konzepte

Attribution ist von einzelnen Marketingkanälen wie E-Mail-Marketing oder klassischer Direct Mail klar zu unterscheiden. Während diese Kanäle konkrete Maßnahmen beschreiben, ist Attribution ein übergeordnetes Analyse- und Bewertungsprinzip. Auch Marketing Automation ist nicht mit Attribution gleichzusetzen, sondern stellt die technologische Grundlage dar, um Interaktionen zu steuern und Daten zu erfassen. Attribution nutzt diese Daten, um Wirkung und Beitrag einzelner Maßnahmen systematisch zu bewerten.

Wie unterstützt eesii bei Attribution?

Eine Direct-Mail-Automation-Plattform wie eesii unterstützt Attribution, indem physische Mailings in digitale Marketing- und Analytics-Prozesse integrierbar werden. Versandzeitpunkte, Zielgruppen, Reaktionen und Folgehaktionen können strukturiert erfasst und mit digitalen Touchpoints verknüpft werden. Dadurch lassen sich auch Offline-Maßnahmen transparent in kanalübergreifende Attributionsmodelle einbinden und fundiert bewerten.